UMBAU UND
SANIERUNG
Dachneubau

Torstraße 140
Umbau und Sanierung
7.718m² NFL
1999 - 2001
Wohnhaus
22 Wohneinheiten

Das um 1910 errichtete ehemalige Gewerkschaftsgebäude besteht aus den straßenbegleitenden Häusern an der Tor- und der Linienstraße und einem Mittelbau, woraus sich ein H-förmiger Grundriss mit zwei Höfen ergibt. Nach dem Umbau und der Umnutzung entstanden hier 22 großzügige Lofts und vier Gewerbeeinheiten, eine Tiefgarage, eine Lobby mit Kaffeebar, ein Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Dampfbad und Sauna sowie Dachgärten, Terrassen und ein beheizter Außenpool mit Blick über die Dächer Berlins. Die unter Ensembleschutz stehenden Bestandsfassaden wurden wiederhergestellt. Das Dach besteht aus einer Stahlskelettkonstruktion mit Holzausfachung. Die begehbaren horizontalen Dachflächen wurden intensiv begrünt beziehungsweise mit Holzbelag ausgebildet. In den Dachgeschossen kamen großflächige geschosshohe Pfosten-Riegel-Glasfassaden zum Einsatz.
Projektteam:
Zdravko Vlahovic, Eveline Müller, Hyun Ju Kim, Cigdem Yildirim, Chris Schmidt-Bleek, Hyewon Seo









Die viergeschossigen Gebäude am Stadtpark Steglitz und am Teltowkanal wurden im Rahmen eines ab 1925 entwickelten Siedlungsprogramms gebaut. In ihrer formalen Gestaltung bilden sie einen bewussten Beitrag zum „Neuen Bauen“ der 20er Jahre. Die ursprüngliche grafische Fassadengestaltung mit horizontalen Bändern zwischen den Fenstern, die durch Kriegsschäden zerstört worden war, wurde im Zuge der Fassadensanierung wiederhergestellt. Ziel des Bauvorhabens war es, im verdichteten innerstädtischen Bereich neuen Lebensraum mit den Wohngefühl von Reihenhäusern zu schaffen. Die neuen Dachgeschosswohnungen erhielten beidseitig großzügige Glasfassaden, vorgelagerte Terrassen und ein Studio mit privatem Garten auf dem Dach. Die Aufstockungen wurden als leichte Stahl-Glas-Konstruktion und die Studios aus vorgefertigten Holztafelelementen gebaut. Das begrünte Flachdach wurde intensiv bepflanzt. Der Zugang erfolgt über die vorhandenen Treppenhäuser. Ein neu errichteter, vor die Fassade gestellter verglaster Aufzug erschließt das Dach. Von dort aus erreicht man über einen Fußweg die Eingänge der Dachgärten und damit die Studios jeder Wohnung.
Projektteam:
Cigdem Yildirim, Kent Gutknecht, Zdravko Vlahovic, Walter Schuller
Fotograf
Tomek Kwiatosz









Stindestraße
Berlin - Steglitz
Dachneubau
2.032 m² NFL
2001 - 2006
Wohnhaus
Dachausbau

Die denkmalgeschützte Lindenhof-Siedlung mit Reihen- und Mehrfamilienhäusern wurde von Martin Wagner als erste Großsiedlung Berlins nach dem 1. Weltkrieg zwischen 1919 und 1923 errichtet. Die Fassade wurde durch farbige Treppenhäuser rhythmisiert und durch horizontale Lattenbänder im Obergeschoss gegliedert. Die Straßenfenster waren durch farbige Fensterfaschen und die Eingänge durch individuelle Ornamente akzentuiert. Planungsziel war, die aufgrund von Zerstörung und Wiederaufbau unterschiedlichen Dächer anzugleichen. Hierfür wurde der vorhandene Ausbau zurück- und das Dach neu ausgebaut. Die hinter einem einheitlichen Gaubenfensterband entstandenen Wohnungen erhielten eine zusätzliche Galerieebene, die über Atelierfenster und Dachluken belichtet wird. Die Aufstockung wurde als leichte Stahlkonstruktion ausgeführt, dessen Dach in historischer Dachform mit Biberschwanzziegeln gedeckt ist. Lediglich das Gaubenband ist als neues Element ablesbar.
Projektteam:
Susanne Gutknecht, Florens Riedel
Fotograf
Tomek Kwiatosz







Siedlung historischer Lindenhof
Berlin - Schöneberg
Dachausbau
4.902 m² NFL
2008 - 2009
Wohnhaus
50 Wohnungen

Planufer
Berlin - Kreuzberg
Dachgeschossneubau
415 m² NFL
2002 - 2004
Wohnhaus mit Gewerbe

Mit der Sanierung und dem Umbau der ehemaligen Garde-Ulanen-Kaserne wurden in dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble, bestehend aus einem Mannschaftsgebäude, Stallungen und einer Reithalle, 184 Wohnungen realisiert. Im ursprünglichen Mannschaftsgebäude und im Stallgebäude, die um 1887 errichtet wurden, entstanden durch den Umbau 170 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 145 Stellplätzen. Die Wohneinheiten wurden in die unter Denkmalschutz stehende Altbausubstanz integriert. Sie wurden mit Balkonen ausgestattet, die als filigrane Stahlkonstruktion vor die historische Ziegelfassade gehängt wurden. Die Wohnungen im Erdgeschoss und in den ausgebauten Dächern erhielten großzügige Terrassen.
Projektteam:
Clara Stoikow


Sanierung

Nobelring
Hannover
Sanierung von Fassadenelementen
8.624 m² NFL
2010 - 2011
Wohnhaus
130 Wohneinheiten

In den zwei bis 19 Geschossen hohen Wohnhochhäusern, die in den 60er Jahren errichtet wurden, gibt es insgesamt 130 Wohnungen. Die Fassaden bestehen aus vorgehängten Waschbetonfertigteilen und sind durch Loggien und Erker gegliedert. Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden die Fassadenelemente, die gravierende Schäden in ihrer Substanz sowie der Befestigung aufwiesen, saniert und in der hinteren Stahlbetonwand rückverankert. Die Waschbetonelemente wurden thermisch getrennt, druckwassergereinigt und endbeschichtet. Die Fassaden wurden mit einem mineralischen Wärmedämmverbundsystem versehen. Alle Fenster wurden ersetzt. Auch einige Wohnungsgrundrisse wurden verändert, indem nicht gut nutzbare zweite Loggien den Wohnungen zugeschlagen wurden sowie neue Fensterelemente und neue Fußböden eingebaut wurden.
Projektteam
Susanne Gutknecht, Felix Benneckenstein


Bauernhaus Hinterstein
Allgäu - Hinterstein
Sanierung
257 m² NFL
1996 - 2001
Wohnhaus
2 Wohnungen

Das 450 Jahre alte Bauernhaus im Hintersteiner Tal im Allgäu wurde saniert und denkmalgerecht instandgesetzt. Im ehemaligen Stall aus Feldsteinmauerwerk entstand der Wohnraum einer Maisonette-Wohnung. In der Scheune, der Tenne und darüber wurden Schlaf- und Nutzräume, ein Saunabereich und eine Gästewohnung untergebracht. Die Belichtung im oberen Bereich erfolgt über Fenster mit einem vorgelagerten, mit beweglichen Lamellen versehenen Holzschirm. Die übrigen Fenster erhielten Klappläden. Im geschlossenen Zustand ist so die durchgehende Originalverbretterung der unbesäumten „Überschlachten“ gewährleistet. Das Dach wurde mit Legschindeln gedeckt. An der westlichen Grundstücksgrenze entstand ein verbrettertes, teilweise offenes Holzstadel mit Pultdach und Blechdeckung. Die Ausführung der Außenanlagen wurde dem Denkmal entsprechend mit Kieswegen, einer Zufahrt aus Großkopfgranitsteinen sowie einem Bauerngarten mit Blumen und Kräutern ausgeführt.
Projektteam
Zdravko Vlahovic, Andreas Kippe





Frohmarkt
Allgäu - Oberstdorf
Umbau und Sanierung
2010
Wohnhaus
1 Wohneinheit

Das Bauernhaus auf dem rund 675 m² großen Grundstück befindet sich mitten im alten Ortskern von Oberstdorf. Das Haus besteht aus einem Gebäudeteil aus dem 18. Jahrhundert. Das Konzept sah vor, das vorhandene Bauernhaus zu sanieren und instand zu setzen und die Scheune mit zwei Wohneinheiten auszubauen. Der vorhandene Dachstuhl wurde verstärkt, gedämmt und mit einer Zinkblecheindeckung versehen. Der Balkon mit Gaubenüberdachung wurde auf die Länge des alten Teils umgebaut. Außenwände wurden verputzt oder mit Schindelverkleidung ausgeführt. Die übrigen Fassadenflächen erhielten eine senkrechte Stülpschalung, die im Bereich der dahinter liegenden Glasflächen als drehbare Lamellen ausgeführt werden. Die Fenster des Altbaus wurden als Kastendoppelfenster mit kleinen Schiebefenstern rekonstruiert und erhielten Fensterläden. Die zwei neuen Wohneinheiten verfügen über Terrassenflächen im Erdgeschoss und über einen ebenerdigen Zugang zum Garten.
Fotograf
Tomek Kwiatosz













